Versammlungsverbot: keine Gottesdienste bis 19.4.2020

Liebe Stammbacherinnen und Stammbacher,
liebe Gemeindeglieder,

das gab es noch nie: Wir dürfen am Sonntag nicht zum Gottesdienst in der Kirche zusammenkommen. Es ist notwendig, ja: hoffentlich trägt diese und die vielen anderen einschneidenden Maßnahmen dazu bei, dass die Not, die uns ergriffen hat, gewendet werden kann! Und gleichzeitig schmerzt die fehlende Gemeinschaft.

Ich bitte Sie und Euch deshalb: Wenn am Sonntag unsere Kirchenglocken läuten, dann haltet zusammen inne mit denen, die in Eurem Haus sind. Psalm 23 lesen, das Vaterunser sprechen – das kann jeder auch daheim tun! -Und: Für die beten, um die wir uns sorgen, und für die, die für uns sorgen.

So werden wir als Gemeinde im Geist verbunden sein – danke! Ich wünsche allen Gottes Schutz und Segen!

Das Dekanat Münchberg stellt in dieser Zeit für jeden Sonntag eine Online-Andacht aus einer Gemeinde des Dekanats bereit: http://www.dekanat-muenchberg.de

Ihre Pfarrerin Susanne Sahlmann

Diakonie Frühjahrssammlung

Vom 23. – 29. März 2020 findet die Frühjahrssammlung der Diakonie statt. Es wird keine Haussammlung durchgeführt. Wir freuen uns jedoch sehr, wenn Sie die diesjährige Frühjahrsaktion der Diakonie für die Arbeitslosenhilfe unterstützen. Bitte überweisen Sie Ihre Spende auf das Spendenkonto der Kirchengemeinde, wir werden die Summe entsprechend weiterleiten. Spendenbescheinigungen können ab 10 Euro erstellt werden, bitte bei Überweisung mit angeben. Herzlichen Dank!

Zur Frühjahrssammlung auf der Seite der Diakonie Bayern: https://www.diakonie-bayern.de/die-diakonie-unterstuetzen/sammlungen/fruehjahrssammlung.html

Visitation Mittwoch 6. November 2019: Bei Firma E. Schoepf

Von Margret Schoberth

Ein Erkennungszeichen von Stammbach ist der Hochschornstein der Weberei E. Schoepf GmbH. Über 160 Jahre Familienunternehmen, jetzt Teil der Getzner-Textil AG in Vorarlberg, ist E. Schoepf seit Generationen ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Im Rahmen einer Visitation der Stammbacher Kirchengemeinde haben Dekan Erwin Lechner und sein Team aus dem Münchberger Dekanatsrat die Firma unter dem markanten Schlot besucht, um die Arbeitswelt der Menschen in Stammbach kennenzulernen.

Betriebsleiter Marc Bernecker führte durch den Betrieb, vorbei an großen Rollen blaukariererten Velours, ein Muster, das jeder schon einmal gesehen hat: der Bezugsstoff auf den Sitzen der Deutschen Bahn kommt aus Stammbach. E. Schoepf ist auf hochwertigen Web- und Raschelvelours, Flachgewebe und Gestricke spezialisiert. „Die Textilien für den Bahn- und Busbereich haben Zukunft, schon wegen der notwendigen Energiewende“, erklärte Marc Bernecker den Besuchern. Für den Off-Road-Bereich, zum Beispiel für Traktorensitze, wird Raschelware produziert. Der Stoff wird auf der Rückseite mit Spezialklebstoff versehen, so dass er direkt auf die Sitze geklebt werden kann. Die schwer entflammbare Markenfaser Trevira CS ist für die Ausstattung von Theatern, Kinos und von Schiffbauern nachgefragt. Das hauseigene Labor testet laufend die Festigkeit und Haltbarkeit der Stoffe und überprüft planmäßig, ob die strengen Brandnormen für Bahn, Zug und Schiff erfüllt sind.

Auf dem Rundgang durch den Betrieb erläuterte Marc Bernecker die unterschiedlichen Herstellungsverfahren. Höchst aufwändig ist die Jacquard-Weberei. Von der Steuerungseinheit hoch über den Köpfen werden mehrere Webautomaten gelenkt, so dass die Muster entstehen. 100 m werden in einer Schicht gewebt. „Die hoch entwickelte Technik kann immer nur so gut sein wie der Mitarbeiter, der sie bedient“, sagte Bernecker. „Der Mensch mit seinem Fachwissen ist das größte Kapitel“. Der Betriebsleiter ist stolz auf das Können der 120 Mitarbeitenden. Er schilderte, wie drei Frauen eine ganze Schicht lang äußerst akkurat arbeiten, um ein Spulengatter neu zu bestücken. An der Rau- und Schermaschine muss der Mitarbeiter am Geräusch hören, ob alles richtig läuft. Ein Fehler im Arbeitsprozess würde die Ware verderben.

Eindrucksvoll ist die Farbpalette der Garne und die Vielfalt an Fasern, die in Stammbach verwebt werden: Wollmischungen, Acryl-, Polyester-, Polyamid- und Viskosegarne. Nach der Weberei zeigte der Betriebsleiter die Stückfärberei. Hier werden weiß gewebte Textilien nach den Wünschen der Kunden gefärbt. Hilfsmittel und Farbstoffe entsprechen den strengen gesetzlichen Vorgaben. Umweltbewusst zeigt sich das Unternehmen auch im Wasserverbrauch. Relativ wenig, nämlich 12 – 15 l Wasser pro kg Stoff werden beim Färben von Polyester-Velours benötigt, weil der Vorgang in einem geschlossenen System abläuft. Rücksicht auf die Umwelt gehöre zum Qualitätsverständnis, erklärt Bernecker. Dekan Lechner dankte am Ende für die Führung und den Einblick in die unterschiedlichen Berufsfelder in dem Textilunternehmen.